Kai Feldmann

Herzlich Willkommen

Kollektivausfall gegen Puerto Sagunto

Am vergangenen Samstag haben wir im vorletzten Heimspiel gegen Puerto Sagunto unsere bisher schlechteste Saisonleistung gezeigt. Nach dem Derbysieg gegen Vigo vor fast drei Wochen hatten wir die Chance, mit einem Sieg den Klassenerhalt zusichern. Doch anstatt ruhig und souverän als Heimmannschaft aufzutreten, wirkten wir müde, nervös und kraftlos. Ab der ersten Minute kam keiner aus der Mannschaft richtig ins Spiel. Sagunto griff lange an und kam oftmals unter passivem Vorwarnzeichen doch noch zum Torerfolg, was zusätzlich demotivierte. Zwar konnten wir in der ersten Halbzeit noch das Spiel einigermaßen offen halten, doch in der zweiten Hälfte gelang trotz Motivation und Kampfeswillen nichts wirklich. So stand es nach 60 Minuten 22:27 und zu allem Übel kam noch dazu, dass Aranda zu Hause gegen Vigo verloren hatte – wir also nun wieder punktgleich sind. 

Es wird zwei Absteiger geben. Einer steht schon fest das: Palma del Rio. Auf Platz 15 Vigo und auf 14 Cangas punktgleich mit 17 Punkten. Auf Platz 13 Guadalajara mit 18 Punkten sowie Valladolid und Aranda mit je 20 Punkten auf 12 und 11 Diese fünf Mannschaften können alle noch absteigen. Noch sind zwei Spiele zu absolvieren und wir müssen am Samstag gegen Valladolid ran, die ihrerseits mit einem Sieg alles klar machen können. Guadalajara muss noch gegen Aragon und Barcelona spielen und wird hoffentlich keine Punkte mehr holen. Wenn wir aus zwei Spielen zwei Punkte holen, wären wir mit dann 19 Punkten sicher. Oder wir müssen punktgleich mit Vigo blieben, denn im direkten Vergleich sind wir besser. 

So viel zu unserer Situation! Ich persönlich mag diese ganzen Rumrechnereien nicht; ich bin froh, dass wir es in der Hand haben und es selbst entscheiden können. Das Spiel letzten Samstag gilt es zu vergessen. Die ganze Mannschaft war nervös und das sollte nicht unsere letzten beiden Spiele beeinflussen. 

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Zukunftsplanung

Es war schon ein paar Wochen klar wo ich nächstes Jahr spielen werde und heute wurde es von der HSG Nieder-Roden bekanntgegeben. 

Baggerseepiraten begrüßen Neuzugang an Bord

 

Kai Feldmann verstärkt die Rodgauer ab der nächsten Saison

 

Nachdem die Verantwortlichen der HSG schon seit einiger Zeit Planungssicherheit in Bezug auf den Klassenerhalt hatten, wurden auch die Kaderplanungen weiter vorangetrieben. Mit Christopher Prinz verabschiedet sich nach 4 Jahren in Nieder-Roden ein torgefährlicher Rückraumspieler und Rechtsaußen Björn Christoffel setzt nach 5 Spielzeiten die Segel Richtung Hanau. Dort trifft er auf Kreisläufer Dirk Etzel, der nach seinem Auslandsaufenthalt ebenso die Baggerseepiraten verlässt. Die HSG bedankt sich für die gezeigten Leistungen und wünscht den drei Spielern viel Erfolg bei ihren neuen Herausforderungen.

Natürlich war man auch in Bezug auf Verstärkungen nicht untätig. Als ersten Neuzugang können sich die Rodgauer Zuschauer auf Kai Feldmann freuen. Der 19-jährige Student aus Griesheim verfügt über Gardemaße und kann auf allen Rückraumpositionen eingesetzt werden. Zudem ist Feldmann ein kompromißloser Abwehrspieler. Nach dem Wechsel von seinem Heimatverein TuS Griesheim in die A-Jugend Bundesligamannnschaft der SG Kronau/Östringen und dem damit verbundenen Erreichen des Viertelfinales der deutschen Meisterschaft, entschloß sich Kai letztes Jahr zu einer weiteren räumlichen Veränderung.  In der abgelaufenen Saison trat er in der ersten spanischen Liga für die „Frigorificos del Morrazo Cangas“ –einer Mannschaft aus dem nordwestspanischen Vigo- an und konnte sich mit Teams wie Barcelona oder Atlético de Madrid messen. Mit diesen Erfahrungen im Gepäck möchte er nun bei den Baggerseepiraten anheuern und mithelfen, auch in den kommenden zwei Jahren  sportliche Erfolge zu erzielen. Trainer Hauptmann zeigte sich von den ersten Eindrücken schon sehr angetan: „Kai ist allein durch die körperliche Robustheit ein Spieler der uns weiterhelfen kann. Ich freue mich schon auf die Zusammenarbeit“. Weitere Neuverpflichtungen sind derzeit in Vorbereitung, allerdings ist noch nichts spruchreif.

Hier noch der Links zur HSG Seite: http://www.hsg-handball.de/3liga/mannschaft/1472-vorlage

Bilder vom Spiel in Vigo

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Fernsehberichterstattung des galizischen Fernsehens

http://www.crtvg.es/informativos/o-cangas-derrota-o-octavio-e-case-asegura-a-permanencia-575710

Derbysieger

 

Am Freitagabend um 20:45 Uhr hatte wir ein entscheidendes Auswärtsspiel in Vigo. Schon die ganze letzte Woche über konnte man mit ansehen, wie immer mehr an Erwartungen aufgebaut wurden und in der Zeitung sowie im lokalen Fernsehen über das Spiel berichtet wurde.

Durch unseren Sieg gegen Palma ging es nicht nur um die „galizische Handballvorherrschaft“, sondern auch um den Klassenerhalt, da beide Mannschaften mit 15 Punkten gleichauf waren und den vor- sowie vorvorletzten Platz belegten.

Von der ganzen Aufregung konnte ich recht gut Abstand halten, bis es dann wirklich los ging. Im Angriff wollten wir den Ball schnell laufen lassen und auf unsere Chance warten. Wir wussten auch, dass wir im Angriff zu unseren Toren kommen würden und das Spiel in unserer Abwehr entschieden werden würde. Die Woche über haben wir jeden Tag Video gesehen und am Tag vor dem Spiel noch ein zehnseitiges Skript mit einer Analyse der wichtigsten Einzelspieler und aller Spielzüge erhalten.

So starteten wir mit der 6.0-Abwehr, mit nur einem einfachen Wechsel – für mich hieß das erstmal warten und zusehen, wie Vigo den etwas besseren Sart erwischte und mit zwei Toren davon zog. Die Anfangsphase war noch von leichter Nervosität und dem entsprechenden kleinen Fehlern unsererseits geprägt, die wir aber dann schnell einstellen konnten und über die Abwehr und eine große Fankulisse im Hintergrund, die uns immer wieder anpeitschte, nach vorne kamen. Bis zum 9:9 hatten wir wieder aufgeholt; mit 10:13 zu Pause hatten wir uns leicht abgesetzt. 

In der zweiten Hälfte zogen wir mit zwei schnellen Treffern auf fünf Tore davon (10:15). Vigo schaffte es trotz Kampf danach nicht, näher als auf drei Tore heranzukommen. Und am Ende konnten wir wieder auf fünf Tore davonziehen und so hieß es zum Schluss 23:28 für Cangas.

 

Für mich ging das Spiel auf der Bank los und ich konnte recht gut beobachten, welche Spielzüge Vigo in den ersten Minuten spielte und mir recht schnell merken, welche Ansagen was nach sich zogen und wo nach dem Auftaktkreuzen der Torerfolg gesucht werden sollte. Das half mir gleich bei meiner ersten Aktion, nachdem ich in der 12. Minute für den Innenblock kam. Vigo spielte ein Kreuzung Mitte für Halblinks auf 2 und 3, um dann einen schnellen langen Pass von Halblinks (auf Mitte) zu Halbrechts zu spielen, der den langen Weg zur Mitte geht, um die   Sperre vom Kreis zwischen 4 und 5 zu nutzen. 

Ich kam gut ins Spiel und war auch gleich voll präsent. Einen der ersten Würfe konnte ich blocken und ich habe auch viel Raum im Zentrum verteidigen können. Meine Sache habe ich gut genug gemacht, so dass ich auch die komplette zweite Hälfte spielen durfte und das auch als Zentrumsverteidiger in einfacher und doppelter Unterzahl. 

4:30 vor Schluss haben wir zwei Zeitstrafen innerhalb von 20 Sekunden bekommen. Die erste ging an unseren Spielführer, der lautstark Kraftausdrücke verwendete und Richtung Schiedsrichter gestikulierte. Zuvor hatte ich dem Mittelspieler sauber dem Ball rausgespielt und dann war zurückgepfiffen worden. Die zweite Zeitstrafe gab es dann nur wenige Sekunden später für ein Foul. Da wurde es mir etwas mulmig, da wir jetzt befürchteten, unsere 4 Tore-Führung zu verlieren. Doch auch in doppelter Unterzahl konnten wir einigermassen clever verteidigen und sogar einen Treffer erzielen.

Nach dem Sieg wurde ausgiebig mit den Fans gefeiert, die die Anhänger von Vigo 60 Minuten lang lautstark übertönt hatten.


Bericht zum Derbysieg auf Handball-world.com

Cangas gewinnt Vier-Punkte-Spiel in Vigo


Foto: asobal.es

Der spanische Erstligist BM Cangas, bei dem auch der deutsche Rückraumspieler Kai Feldmann spielt, hat einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt unternommen. Am gestrigen Abend gewannen die Galizier bei SD Octavio Vigo mit 28:23 (13:10) und kletterten zumindest vorübergehend auf den dreizehnten Platz. 

Vigo hingegen, zuvor noch punktgleich, belegt nun den vorletzten Platz und muss nun mehr denn je um den Ligaerhalt bangen. Den bei Punktgleichheit entsheidenden direkten Vergleich hat man nun gegen Cangas verloren.

Die Hausherren konnten nur in der ersten Viertelstunde den Spielstand vorlegen, mit einem 6:1-Lauf zum 10:13-Pausenstand rissen die Gäste dann jedoch die Kontrolle über die Partie an sich und bauten die Führung zu Beginn des zweiten Spielabschnittes gar auf sechs Tore (13:19) aus.

Vigo kämpfte sich noch einmal bis auf drei Tore (18:21) heran, doch die Gäste fanden nach einer Auszeit wieder in die Spur und Spielmacher David Garcia, am Ende ebenso fünf mal erfolgreich wie Kreisläufer Daniel Cerqueira und Linksaußen Adrian Rosales, sollte die entscheidenden Aktionen setzen.

by: http://www.Handball-world.com – http://www.handball-world.com/o.red.c/news-1-1-10-47461.html

Sieg gegen Palma del Rio

Letzten Samstag kam es für beide Mannschaften schlicht zu einem Entscheidungsspiel. Würde Palma verlieren, wäre damit der Abstieg besiegelt – würden wir verlieren, wäre der Klassenerhalt höchst unwahrscheinlich geworden.

Gegen Palma zu gewinnen, hätte meiner Meinung nach schon im Hinspiel kein Problem sein dürfen, doch haben wir uns dort in der zweiten hälfte und vor allem in den letzten zehn Minuten sehr unklug angestellt und zu viele Fehler gemacht. Das galt es zu Hause abzustellen und über 60 Minuten konzentriert zu spielen.

Von Anfang an waren wir mit der 3:2:1-Deckung wesentlich besser im Spiel als Palma, die mit ihrer langsamen Spielweise nicht gegen unsere sehr engagierte Abwehr zurecht kamen. So waren wir beim Spielstand von 6:2 prima gestartet. Leider fiel der Vorsprung bis zur Pause nicht so hoch aus (14:9), doch das 5-Tore-Polster hat uns über die zweiten 30 Minuten gerettet. Vor dem Pausenpfiff verletzte sich noch unsere erster Torhüter, der bis dahin wieder eine gute Leistung gezeigt hatte.

In der zweiten Hälfte kam Palma dann immer etwas näher, doch kam nie mehr als zwei Tore ran. Trotzdem war das Spiel sehr spannend, gerade weil wir nicht mehr so souverän agierten wie im ersten Durchgang. Da wir 60 Minuten 3:2:1 gedeckt haben, kam ich leider nicht zum Einsatz.

Es gibt einige Probleme, die sich in dieser Woche aufgetan haben. Unser Torhüter (Verletzung der Oberschenkelinnenseite) weiß noch nicht, ob er spielen wird. Levi, einer unserer Halblinken, wird wohl in einigen Tagen am Handgelenk operiert und auch der andere Halbe ist angeschlagen. Unser Mittelspieler hat gestern wieder angefangen 1gegen1 zu trainieren. Und ich liege krank im Bett und hoffe morgen wieder fit zu sein. Denn heute ist das Abschlusstraining für das Derby morgen in Vigo, in dem es nicht nur um die Vorherrschaft in Galizien, sondern auch um den Klassenerhalt geht. Wir sind nun auf Platz 14 und Vigo mit gleicher Punktzahl auf 15. Wer morgen gewinnen sollte, ist so gut wie sicher.

Helvetia Anaitasuna

Zu einer ungewöhnlichen Zeit für erst Ligaspiele mussten wir am Sonntag um 12:30 Uhr in Pamplona gegen Helvetia Anaitasuna antreten. Die frühe Anwurfzeit hat mich an mein Jugendspielzeit in Griesheim erinnert: dort haben wir auch immer so früh wie möglich am Sonntagmorgen begonnen. Nur mussten wir in Pamplona nicht noch vorher die Halle putzen. 😉

Am Samstagmorgen ging es mit zwei Kleinbussen los in Richtung französische Grenze. Die etwa neun Stunden Reise mit Mittagessen war doch besser zu ertragen als gedacht und nach dem abendlichen Lockerungsprogramm auf einer kleinen Wiese neben dem Hotel waren auch die Rückenschmerzen vergessen. 

Sonntagmorgen konnten sich dann trotz der ungewöhnlichen Zeit alle motivieren und wir legten von Beginn an gut los. Ohne unseren Mittelmann, der mit Aduktorenproblemen zuhause bleiben musste, und ohne unseren zweiten Halblinken lief es trotzdem gut. Anaitasuna brauchte etwas länger, um ins Spiel zu kommen und spielte etwas zäh. Wir konnten mit einer engagierten Abwehr den besseren Start erwischen.

Doch wieder war er die Abschlussschwäche, die eine deutlichere Führung nicht zuliess. Und so kam Anaitasuna langsam ins Spiel und schaffte gar eine knappe Führung zur Pause (13:11). Ich kam in der ersten Hälfte nach etwa 15 Minuten für den Innenblock. 

Nach der Pause stellten wir dann auf 3:2:1 um und kämpften uns Tor für Tor heran. Als wir dann den Ausgleich hatten, stellten wir in der Auszeit, die Anaitasuna nahm, für genau drei Angriffe des Gegners auf 6:0 um. Diese drei Angriffe endeten mit drei Ballgewinnen für uns, die es uns ermöglichten in Führung zu gehen. Dann stellte unser Trainer gleich auf 4:2 um. So spielte ich genau drei Angriffe in der zweiten Hälfte. 

Aber auch die 4:2_Abwehr war erfolgreich und konnte immer wieder Bälle gewinnen. Leider waren es zwei Zweistrafen in den letzten zwölf Minuten, die Anaitasuna den entscheidenden Vorteil brachten. Und so wurden wir nicht für unseren Kampf belohnt – das Spiel endete 26:24.

Ich war mit meiner Leistung zufrieden, hatte aber auch nicht viele Anteile am Spiel, da ich auch erst Donnerstag wieder aus Deutschland zurück kam und so nur zwei Trainingseinheiten mit der Mannschaft hatte.

Bilder vom Spiel gegen Quabit BM Guadalajara

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Bitteres unentschieden gegen Quabit BM. Guadalajara

Vor zwei Wochen hatten wir Quabit BM Guadalajara zu Gast. Nach den „Big Five“ war das nun der erste von sieben Kämpfen um den Klassenerhalt. In der ersten Hälfte fingen wir mit einer 3:2:1 Abwehr an, mit der Guadalajara in den ersten Minuten nicht zurecht kam und uns Ballgewinne erbrachte. Doch leider standen wir uns mit schlechten Abschlüssen selbst im Weg. 

Daraufhin fand Guadalajara ins Spiel und schaffte es zur Pause sogar mit 11:12 in Führung zu gehen – was in der zweiten Hälfte den erwarteten harten und emotionalen Kampf zur Folge hatte. In der 2. Halbzeit stellten wir dann auf die defensivere 6:0 Abwehr um. 

Die Abwehr kämpfte 30 Minuten lang um jeden Ball und auch wenn ein Ball an der Abwehr vorbei ging, war unser Torhüter zuhause wieder Mal in überragender Form. Mit dieser erfolgreicheren 6:0-Abwehr konnten wir uns 90 Sekunden vor Schluss einen zwei Tore Vorsprung herausspielen, den wir dann bis 10 Sekunden vor Schluss verspielten. Guadalajara hat immer sehr clever verteidigt und konnte sich so Gegenstösse erarbeiten, die es ihnen ermöglichten im Spiel zu bleiben. 

Die Punkteteilung (26:26) war für uns sicher kein gutes Ergebnis, denn an diesem Samstag haben wir einen Punkt verloren und Guadalajara einen gewonnen. 

Ich habe nur in der zweiten Hälfte gespielt – wie immer in der Abwehr. Dafür konnte ich eine meiner bisher besten Leistungen abrufen, der Kampf und die Emotionen haben geholfen, sich noch mehr zu pushen als sonst.